Innovative Ökologen
Kräftig innovativ

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Der Architekt Simon Speigner realisiert Vorzeigeprojekte mit Passivstandard. Eine von ihm geplante ökologische Wohnanlage wurde zum Pilgerziel für Planer aus aller Welt. An seinem Bürostandort betreibt er mittlerweile sogar ein hauseigenes Wasserkraftwerk.

Wenn der Urgroßvater und der Großvater Holzfäller waren und der Vater Zimmerer, dann klingt es ja fast wie selbstverständlich, dass man auch mit dem Werkstoff Holz arbeitet. Simon Speigner wurde Architekt - und hat sich auch aufgrund seiner familiären Vorbelastung früh für Holz entschieden. „Es war aufgrund unserer Beschäftigung mit ökologischem Bauen außerdem einfach naheliegend, mit Holz zu arbeiten“, erzählt er. Auch habe sich bald herauskristallisiert, dass Bauen mit Passivhaustechnologie besonders viel Sinn ergäbe. Er könnte diese Erzählungen auch mit großen Details schmücken, mit all den Preisen, die er gewonnen hat.

Salzburger Landesenergiepreis, Holzbaupreis Oberösterreich und Steiermark, Architekturpreis des Landes Steiermark, Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit und einige mehr. Simon Speigner hat aber, so bekommt man das Gefühl, immer seine Arbeit für sich sprechen lassen. Der große Durchbruch gelang mit dem Passivhaus „Samer Mösl“, die erste großmaßstäbliche Passivhaus-Wohnanlage Österreichs mit 60 Wohneinheiten auf 4.500 m2. Ein 8,2-Millionen-Euro-Projekt, das nach seiner Entstehung zum „Pilgerziel internationaler Planer“ wurde, wie die Salzburger Nachrichten einmal schrieben. Aus mehreren Gründen: Der Holzrahmenbau des Bauwerks konnte in nur zehn Wochen realisiert werden, durch den Passivhausstandard ist es auch im Betrieb wirtschaftlich. Zum Einsatz kam nur einheimisches Holz, gedämmt wurde mit 24 cm-Zellulosedämmung. Es gibt eine Frischluftbelüftung, die 200 m2 große Solaranlage auf dem Dach sorgt für die Warmwasseraufbereitung und die restlichen Dachflächen sind begrünt. Selbst das Regenwasser wird wiederverwendet - zur Bewässerung der Grünanlagen. Den großen Projekten ist Speigner infolge dieses Projekts treu geblieben. „Mittlerweile machen wir viele Wettbewerbe“, sagt Speigner, „und kommen dadurch auch zu Kommunalbauten. Wir planen allerdings auch viel im Einfamilienhausbereich.

Als das Büro vor wenigen Jahren zu klein wurde, zog Speigner 2011 aber nicht einfach in ein neues Gebäude, sondern begann der Familie Christine und Franz Gastager einen großen Traum zu erfüllen - während er sich eine neue Arbeitsstelle erschuf. Auf dem Gelände eines stillgelegten Sägewerks gab es die Genehmigung für ein Kleinkraftwerk, das auf die Realisierung wartete.

Den ganzen Bericht lesen Sie im  ISOCELLER 01/2017


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